LoginKontakt   

German
Englisch
Französisch
Spanisch
Kroatisch
Russisch

Dictum 21

Sprach Pandolfus (Empedokles): Bellus (Apollonios), du hast so viel von dem Stein gesprochen, daß du keinem deiner Brüder etwas zu sagen übriggelassen hast.

 

(Sprach Pythagoras:) Ich lehre außerdem die Nachfahren, daß dieser verachtete Stein das ‘immerwährende Wasser’ ist. Und wisset, all ihr Erforscher der Weisheit, daß das ‘immerwährende Wasser’ das ‘reine Wasser’ und das ‘Wasser des Lebens’ ist, von dem nämlich die Philosophen gesagt haben: "Die Natur freut sich der Natur, die Natur hält die Natur fest, und die Natur besiegt die Natur". Dieses kurze Wort aber haben die Philosophen als Grundlage des Werks für die Verständigen gesetzt. Und wisset, daß kein ‘Körper’ kostbarer ist oder reiner als die ‘Sonne’ (das Gold), und daß kein färbendes ‘Gift’ erzeugt wird ohne die ‘Sonne’ und ihren ‘Schatten’. Wer also von den Philosophen das ‘Gift’ ohne diese (Stoffe) zu machen unternimmt, ist bereits irrend in das gefallen, wodurch seine Traurigkeit fortbesteht. Wer aber von den Weisen das ‘Gift’ mit der ‘Sonne’ und ihrem ‘Schatten’ gefärbt hat, gelangt zum höchsten Geheimnis. Und wisset, daß ‘unser Silber’, wenn es rot wird, ‘Gold’ genannt wird. Wer also den ‘verborgenen Zinnober’ der Philosophen kennt, dem ist das Geheimnis schon bekannt.

 

Antwortete die Versammlung: Du hast diesen Stein gut beschrieben, Noficus (Pythagoras); indessen hast du sein Verfahren nicht angegeben, noch seine Zusammensetzung; komme also in der Beschreibung darauf zurück!

 

Sprach Noficus (Pythagoras): Ich heiße euch das verborgene und verehrungswürdige Geheimnis nehmen, nämlich die ‘weiße Magnesia’, die gemischt und zerrieben ist mit dem ‘Lebendigen’. Und hütet euch, dies anders als fein und rein zu nehmen. Dann bringt es in sein Gefäß und bittet Gott, er möge euch diesen ‘größten Stein’ sehen lassen. Dann kochet allmählich, wenn ihr ihn aber herauszieht, schauet nach; wenn der Stein schwarz geworden ist, so habt ihr sehr gut gearbeitet, wenn aber nicht, so behandelt ihn mit dem ‘Weißen’, das das große Geheimnis ist, bis er zu mit Schwärze bedecktem ‘Kuhul’ wird. Wenn diese Schwärze entstanden ist, so wisset, daß sie nicht länger als 40 Tage anhält. Zerreibet (ihn) also mit seinen Zubereitungen, die die folgenden sind: ‘Kupferblüte’ (oder) ‘indisches Gold’, deren Wurzel dieselbe ist, (eine,) und von ‘Salbe’ eine, und von ‘Krokus’ eine, und von ‘verfestigtem Alaun’ eine. Diese vier also kochet vorsichtig 40 Tage oder 42 Tage. Denn wenn diese Tage vorausgegangen sind, wird Gott euch den Anfang dieses Steines zeigen, welcher der Stein ‘Athichos’ ist. Wenn ihr diesen durch Gottes vielfältig erwiesene Gnade zu Gesicht bekommen habt, kochet tüchtig und tränket ihn mit dem Rückstand des ‘Gummi’. Und wisset, daß so oft ihr diese ‘Asche’ tränkt, er ebenso viele Male getrocknet und wieder feucht gemacht wird, bis seine Farbe in das, was ihr sucht, umgewandelt wird. Ebenso werde ich gütig beginnend für euch vollenden, was ich begonnen habe. Wisset, daß die Vollendung des Werkes dieses kostbaren Steins darin besteht, ihn mit dem Rest seiner ‘Medizin’, das sind zwei Drittel dessen, was ihr zurückbehalten habt, zu behandeln. Von diesen zwei übrigen Dritteln tränket ihn mit dem einen, um ihn zu tränken, und setzet ihn zum Kochen in die Wärme, und es sei das Feuer für ihn stärker als das frühere. Wenn das in ‘Wachs’ Verwandelte getrocknet wird, hält es sich gegenseitig fest. Kochet daher das ‘Wachs’, bis es das ‘Goldlot’ aufsaugt, und wenn dies getrocknet ist, so tränket auch mit dem übrigen ‘Wachs’ siebenmal, bis jene zwei Drittel zu Ende sind und die richtige ‘Erde’ sie alle einsaugt. Endlich setzet es auf heißes Feuer, bis die ‘Erde’ seine ‘Blüte’ auszieht, und es hinreichend gefällt. Wenn ihr das versteht, so seid ihr glücklich; wenn aber nicht, so will ich euch die Vollendung des Werkes wiederholen: Nehmet das ‘reine Weiß’, das das größte Geheimnis ist, in dem die wahre Färbung enthalten ist, und tränket damit den ‘Sand’, der hergestellt ist aus dem siebenmal getränkten Stein, bis er das ganze Wasser eingesaugt hat, und verschließet die Mündung des Gefäßes fest, wie ich euch oft geheißen habe, weil das, was ihr aus ihm herstellt, euch erscheinen wird, so Gott will, nämlich der ‘Stein von tyrischer Farbe’. Nun habe ich euch also die Wahrheit vollendet; darum beschwöre ich euch bei Gott und eurem Meister, daß ihr dieses größte Geheimnis nicht preisgebt; und hütet euch vor den Übeltätern!

 

Dictum 22

Sprach Theophilus: Du hast gut geredet, Noficus (Pythagoras), und schön, und hast dich von Neid frei gehalten!

 

Sprach die Versammlung: Möge uns also Eure Diskretion auseinandersetzen, was Noficus (Pythagoras) vorgebracht hat, und wolle nicht neidisch sein!

 

Und jener: Alle Erforscher dieser Wissenschaft, das Geheimnis der Darstellung des Silbers und Goldes ist ein dunkles Gewand und niemand lernt verstehen, was die Philosophen in ihren Büchern erzählt haben, ohne häufiges Lesen und Anstellen von Versuchen und Befragung der Weisen. Denn was sie festgesetzt haben, ist erhabener und dunkler, als daß es gewußt werden könnte, und obgleich es Noficus (Pythagoras) behandelt, und zwar gut (behandelt) hat, so haben es doch manche dunkel behandelt, manche (aber) sind lichtvoller als andere.

 

Antwortete die Versammlung: Du hast wahr gesprochen.

 

Und jener: Ich gebe den Nachfahren bekannt, daß zwischen dem ‘Boritis’ und dem Kupfer eine Verwandtschaft besteht, weil der ‘Boritis’ das ‘Kupfer der Weisen’ verflüssigt und wie Wasser fließend macht. Teilet also das ‘Gift’ in zwei gleiche (Teile), mit deren einem ihr das Kupfer verflüssigt, deren andern ihr aber zum Zerreiben und Tränken bewahrt, weil ihr das Kupfer in Tafeln ausziehen und dann mit dem ersten Teil des ‘Giftes’ kochen müßt, zwei zu sieben in zwei zu sieben (Tagen?); kochet in seinem Wasser 42 Tage, dann öffnet das Gefäß, und ihr werdet das Kupfer in Quecksilber verwandelt finden. Waschet es durch Kochen, bis es von seiner Schwärze befreit ist und zu ‘schattenlosem Kupfer’ wird. Dann kochet es anhaltend, bis es sich verfestigt, denn wenn es verfestigt ist, kommt das höchste Geheimnis zustande. Diesen Stein also haben die Philosophen ‘Boritis’ genannt. Kochet jenen verfestigten Stein, bis er der ‘Mugra’ des Meeres ähnlich ist. Dann aber tränket ihn mit dem ‘immerwährenden Wasser’, das ich euch zu bewahren geheißen habe, nämlich mit dem zweiten Teil, und kochet vielfach, bis seine Farben erscheinen. Dies nämlich ist die größte ‘Faulung’, die das größte Geheimnis hervortreten läßt.

 

Sprach die Versammlung: Wiederhole die Auseinandersetzung, Theophilus!

 

Und jener: Es ist zu beachten, daß wenn eine Verwandtschaft zwischen dem Magneten und dem Eisen besteht, (dann) zwischen dem Kupfer und dem ‘immerwährenden Wasser’ sicher eine noch nähere Verwandtschaft besteht. Wenn ihr also das Kupfer und das ‘immerwährende Wasser’ behandelt, wie ich euch geheißen habe, so wird daraus das größte Geheimnis auf folgende Weise entstehen:

 

Nehmet ‘weiße Magnesia’ und Quecksilber, das mit dem ‘Männlichen’ gemischt ist, und zerreibet stark, und zwar durch Kochen, nicht mit den Händen, bis es ein feines Wasser wird. Nachdem ihr aber dieses Wasser in zwei Teile geteilt habt, kochet es mit dem einen Teil des Wassers 40 Tage, bis es zu weißer ‘Blüte’ wird, wie die ‘Blüte des Salzes’ in ihrem Glanz und Schimmer. Die Mündung des Gefäßes aber verschließet fest und kochet 42 Tage, dann werdet ihr ein ‘Wasser’ finden, weißer als Milch. Befreiet es auch von seiner Schwärze durch Kochen, indem ihr anhaltend kocht, bis seine ganze Natur zerstört ist und seine Beschmutzung verschwindet und ihr seht, daß es rein ist und vollständig gebrochen wird. Wenn ihr aber wollt, daß das ganze Geheimnis, das ich euch gegeben habe, ausgeführt wird, so waschet es mit dem ‘Wasser’, das ich euch zu bewahren befohlen habe, nämlich mit dem anderen Teil, bis es zu Krokus wird; und lasset es in seinem Gefäß, da das Elixir sich selbst zerreibt, und tränket es mit dem übrigen ‘Wasser’, bis es durch die Abkochung und das ‘Wasser’ zerrieben wird und dem Sirup von Granaten ähnlich wird. Tränket es also und kochet, bis der Rest vom Gewicht der Feuchtigkeit, den ihr habt, verschwindet, und die Farbe erscheint, die die Philosophen in ihren Büchern erklärt haben.

 

Dictum 23

Sagte Cerus (Apollonios): Verstehet, alle Söhne der Lehre, daß Theophilus euch angezeigt hat, zwischen dem Magneten und dem Eisen bestehe eine Verwandtschaft und zwischen dem ‘Kupfer’ der Philosophen und ihrem ‘Wasser’ bestehe eine noch engere Verwandtschaft als jene, die zwischen dem Magneten und dem Eisen vorhanden ist [da das Kupfer passenderweise hundert (Tage) lang behandelt wird]. Was ist euch aber nützlicher, als die Angabe, daß zwischen dem Zinn und dem Quecksilber keine Verwandtschaft besteht, noch zwischen dem Einen und dem Anderen eine (Ähnlichkeit der) Natur?

 

Antwortete er: Du hast übel geredet und getadelt; wiederhole die Auseinandersetzung!

 

Und jener: Ich mache bekannt, daß ich nichts sage als die Wahrheit. Warum empfindet ihr Neid? Fürchtet Gott, gesamte Versammlung, damit euer Meister euch Vertrauen schenke.

 

Und die Versammlung: Sage, was du willst!

 

Und jener: Ich heiße euch das ‘Quecksilber’ nehmen, welches die Kraft des ‘Männlichen’ ist, und es mit seinem ‘Körper’ kochen, bis es flüssig wird wie fließendes Wasser. Kochet das ‘Männliche’ zugleich und den ‘Dampf’, bis beides sich verfestigt und zu Stein wird. Ihr hattet das Wasser aber schon in zwei Teile geteilt, deren erster zur Verflüssigung des ‘Körpers’ und zum Kochen (dient), der zweite aber zur Reinigung des schon Verbrannten und seines Genossen, die eins geworden sind. Tränket ihn siebenmal mit dem Gereinigten, bis er zerstört wird, und bis sein ‘Körper’ von jeder Beschmutzung gereinigt und zu ‘Erde’ wird. Und wisset, daß es in 40 Tagen ganz in ‘Erde’ verwandelt wird. Verflüssiget es daher durch Kochen, bis es wie ‘wahres Wasser’ [wie ‘Quecksilber’] wird. Dann waschet es mit ‘Wasser des Nitrons’, bis es wie verflüssigtes Silber wird. Endlich kochet, bis es verfestigt und dem Zinn ähnlich wird. Dies ist dann das größte Geheimnis, nämlich der ‘Stein, der aus Zweien besteht’. Behandelt es mit Kochen und Zerreiben, bis es vorzüglichster Krokus wird. Und wisset, daß wir das mit seinem Begleiter getrocknete Wasser ‘Krokus’ genannt haben. Kochet es daher und tränket es mit dem übrigen ‘Wasser’, das ihr aufbewahrt habt, bis ihr das Gewollte findet.

 

Dictum 24

Sagte Bacostus (Paxamos?): Du hast bestens geredet, Belus (Apollonios), ich werde daher reden, indem ich euren Spuren folge.

 

Und jener: Wie es gefällt! Hüte dich aber, neidisch zu sein, denn es ist nicht Sache der Weisen, Neid zu empfinden.

 

Und Bacostus: Du redest wahr. Ich heiße daher die Söhne der Lehre: nehmet ‘Blei’ und tränket es, wie die Philosophen geheißen haben; dann verflüssiget, dann verfestiget, bis es ein Stein wird; dann behandelt den Stein selbst mit ‘Goldlot’ und ‘Granatensirup’, bis er zerrieben wird. Denn ihr habt bereits das Wasser in zwei Teile geteilt, mit derem Einen ihr das ‘Blei’ verflüssigt habt, wodurch es wie Wasser geworden ist. Kochet es also, bis es getrocknet ist und ‘Erde’ wird, dann zerreibet es mit dem aufbewahrten ‘Wasser’, bis es rote Farbe annimmt, und zwar behandelt es, wie ich euch geheißen habe, so oft als möglich.

 

Die Versammlung aber sagte: Du hast nichts geleistet, denn du hast doppelsinnige Worte vorgebracht; wiederhole also!

 

Und jener: Wenn ihr das ‘Quecksilber’ verfestigen wollt, so mischet es mit seinem Gefährten, darauf kochet fleißig, bis beides ‘immerwährendes Wasser’ wird; dann kochet jenes Wasser, bis es sich verfestigt. Dieses aber wird mit dem Dampf, seinem Gefährten, getrocknet, weil ihr das ganze Quecksilber schon von selbst verfestigt finden werdet. Wenn ihr versteht, und in sein Gefäß bringt, was nötig ist, so kochet es, bis es verfestigt ist, dann zerreibet, bis es zu Krokus wird, der Farbe des Goldes ähnlich.

 

Dictum 25

Sagte Menabdus (Parmenides): Vergelte dir Gott für das (uns enthüllte) Verfahren, so wie du wahr redest, da du deine Worte erläutert hast.

 

Und jene sagten: Aus welchem Grunde lobst du ihn für seine Aussprüche? Wolle ihm selbst nicht nachstehen!

 

Und jener: Ich weiß, daß ich nichts anderes sagen kann, als was er gesagt hat. Ich heiße also die Nachfahren, die Körper zu Nichtkörpern zu machen, die Nichtkörper aber zu Körpern. Denn durch dieses Verfahren wird die Zusammensetzung hergestellt, und das Verborgene seiner Natur ausgezogen. Durch diese ‘Körper’ also wird das Quecksilber mit dem ‘Körper der Magnesia’ und das Weib(liche) mit dem Männlichen verbunden, und durch diese ‘Ethelia’ wird die verborgene Natur ausgezogen, durch welche die Körper gefärbt werden. Durch dieses Verfahren also, wenn ihr verstehet, werden die Körper zu Nichtkörpern und die Nichtkörper zu Körpern. Wenn ihr die Dinge fleißig durch das ‘Feuer’ zermürbt und mit ‘Ethelia’ behandelt, entstehen reine, nicht flüchtige Dinge. Und wisset, daß das Quecksilber ein ‘Feuer’ ist, das die Körper verbrennt, tötet und zerstört in einem einzigen Verfahren. Je mehr der Körper gemischt und zerrieben wird, desto mehr wird er zerstört und das feurige Quecksilber verfeinert. Wenn ihr aber den Körper fleißig zerreibt und die Dinge wie erforderlich behandelt, so werdet ihr ein ‘Ethel’ besitzen, das die Natur und die Farbe nicht flieht und jede geeignete Färbung erträgt; und es überwindet das ‘Feuer’, zerstört es und hält es fest, weil das Kupfer nicht färbt, wenn es nicht gefärbt wird, wenn es aber gefärbt ist, färbt. Und wisset, daß der ‘Körper’ sich nicht selbst färben kann, wenn nicht sein ‘Geist’, der in seinem Leib verborgen ist, ausgezogen wird, und er ein Körper und eine Seele ohne Geist gewesen ist. Dies ist die ‘geistige Natur’, aus der die Farben hervorgegangen sind, weil nicht das Dichte, Erdige färbt, sondern das Feine der Natur, was in dem Körper umgebildet wird und färbt. Wenn ihr aber den ‘Körper’ des Kupfers behandelt und aus ihm das Feinste ausziehet, dann wird es in eine Tinktur verwandelt, mit welcher gefärbt wird. Und darum hat ein Weiser gesagt, daß das Kupfer nicht färbt, wenn es nicht zuvor gefärbt wird. Und wisset, daß dieses Kupfer, das ich euch zu behandeln geheißen habe, jene ‘vier Körper’ sind, und daß die Tinkturen, die ich euch bezeichnet habe, das ‘Feste’ und das ‘Feuchte’ und die ‘Kräuter’ sind. Das ‘Feste’ aber ist der ‘verbundene Dampf’, das ‘Feuchte’ aber ist das ‘Wasser des Schwefels’, weil die Schwefel von den Schwefeln festgehalten werden; und mit Recht freut sich durch dies die Natur der Natur und überwindet und hält fest.

 

Dictum 26

Sprach Cinon (Zenon): Ich sehe, Versammlung der Weisen, daß ihr zwei Körper verbunden habt, was doch nach dem Befehl des Meisters keineswegs geschehen sollte!

 

Antwortete die Versammlung: Rede also nach deiner Meinung, Zenon, und hüte dich vor dem Neid!

 

Und jener: Wisset, ihr Söhne der Lehre, daß ihr das Zusammengesetzte 40 Tage lang faulen lassen und dann fünfmal im Gefäß hochtreiben müßt. Darauf bringet es mit einem Feuer aus Mist zusammen und kochet. Und wisset, daß die Farben, die euch daraus erscheinen, folgende sind: am ersten Tage zitronengelbe ‘Mugra’, am zweiten aber rote ‘Mugra’, am dritten endlich die dem trocknen Krokus ähnliche. Schließlich wird euch die vollkommene Farbe erscheinen und dem Silber der Menge aufgelegt werden. Dann ist es ein Elixir, zusammengesetzt aus dem ‘Feuchten’ und dem ‘Trocknen’, und dann färbt es mit unveränderlicher Farbe. Wisset, daß es ein ‘Körper’ ist, in dem Gold enthalten ist. Wenn ihr das Elixir aber auflegt, so hütet euch, es zu eilig herauszunehmen, denn es verzögert sich vielleicht. Nehmet es also heraus, gemäß der Kraft eures Elixirs. Dieses ‘Gift’ aber ist gewissermaßen Geburt und Leben, weil es eine Seele ist, aus vielen Dingen ausgezogen und dem Silber aufgelegt. Seine Farbe ist daher Leben für diejenigen (Körper), denen es einen Schaden wegnimmt, und Tod für die Körper, aus denen es ausgezogen wird. Und darum haben die Meister gesagt, zwischen ihnen sei eine Lust wie zwischen Mann und Frau. Und wenn irgend ein in diese Kunst Eingeweihter ihre Naturen kennte, so würde er Verschwendung im Kochen üben, bis er das Vorgesetzte mit Gottes Hilfe herauszöge.

 

Dictum 27

Sprach Gregorios: Ganze Versammlung, man muß beachten, daß die Neider den verehrungswürdigen Stein ‘Klaudianos’ genannt haben, und daß sie ihn zu behandeln geheißen haben, bis er schimmernd wird, wie Marmor an Glanz.

 

Und jene: Zeige also den Nachfahren, was er ist.

 

Und jener: Gern! Man muß wissen, daß das Kupfer mit ‘Essig’ vermischt und behandelt wird, bis es ein ‘Wasser’ wird; dann werde es verfestigt, so wird es ein schimmernder Stein, Glanz besitzend wie Marmor. Wenn ihr ihn (so) seht, heiße ich ihn behandeln, bis er rot wird; weil er, wenn er gekocht wird, bis er zergeht und zu Erde wird, in eine rote Farbe verwandelt wird. Wenn ihr ihn so sehet, so kochet aufs neue und tränket, bis er die vorgenannte Farbe annimmt und zu Gold wird. Dann wiederholet (das Verfahren), und er wird zu Gold werden; dann wiederholet es und er wird zu verborgenem Gold werden; dann wiederholet, und er wird zu Gold von tyrischer Farbe werden. Ihr müßt daher, all ihr Erforscher dieser Kunst, wenn ihr sehet, daß dieser schimmernde Stein zerstört und in Erde verwandelt wird, und daß er etwas Röte besitzt, den Rest des Wassers nehmen, den euch die Neider in zwei Teile zu teilen geheißen haben, und mit ihm viele Male tränken, bis euch an jenem Körper die verborgenen Farben erscheinen. Und wisset, daß wenn ihr ihn in Unkenntnis behandelt, ihr nichts von diesen Farben sehen werdet. Ich habe nämlich einen gesehen, der dieses Werk begann, und die Naturen der Wahrheit ins Werk setzte. Als aber die Rotfärbung sich ein wenig verzögerte, glaubte er, er habe sich geirrt, und ließ vom Werk ab. Schauet also, wie ihr die Umarmung bewirkt, denn die ‘Purpurne’, die sich mit ihrem ‘Gatten’ verbunden hat, geht schnell in seinen Körper über, verflüssigt, verfestigt, zerstört und zerreibt; dann verzögert sich die Rotfärbung nicht. Und wenn ihr ohne (Beachtung der) Gewichte arbeitet, so wird Verzögerung eintreten, deren Eintritt für ein Übel gelten wird. Ich fordere aber, daß unser Feuer bei der Verflüssigung ein gelindes sei; wenn (das Metall) aber auf die Erde gegossen ist, so verstärket das Feuer und tränket das (Metall), bis Gott euch die Farben auszieht und sie euch erscheinen!

 

Dictum 28

Sagte Costos (?): Ich wundere mich, allumfassende Versammlung, über eine so große Kraft dieses ‘Wassers’; denn wenn es in diesen Körper eingetreten ist, verwandelt es ihn in ‘Erde’ und dann in ‘Staub’. Wenn ihr diesen bei der Vollendung (des Werks) erproben wollt, so nehmt ihn in die Hand, und wenn ihr ihn unfühlbar wie Wasser findet, so ist er sehr gut; wenn aber nicht, so behandelt ihn nochmals durch Kochen, bis er vollkommen ist. Und wisset, daß wenn ihr etwas anderes nehmt, als ‘unser Kupfer’, und es mit ‘unserem Wasser’ behandelt, so nützt es euch nichts. Wenn ihr aber mit unserem Wasser unser Kupfer behandelt, dann werdet ihr alles von uns Vorhergesagte finden.

 

Die Versammlung aber antwortete: Vater, nicht wenig haben die Neider verdunkelt, indem sie sagten: nehmet ‘Blei’ und ‘weißes Quecksilber’, und behandelt es mit ‘Tau und Sonne’, bis es ein ‘silberartiger Stein’ wird!

 

Und jener: Sie haben (damit) ‘unser Kupfer’ und ‘unser immerwährendes Wasser’ bezeichnet, von dem sie gesagt haben: Koche es dreimal mit gelindem Feuer. In jenem Feuer gekocht wird es ein ‘silberartiger Stein’, von dem die Weisen gesagt haben, daß die Natur sich der Natur erfreut, wegen der Verwandtschaft, von der sie wissen, daß sie zwischen diesen beiden Körpern besteht, (nämlich dem Kupfer) und dem ‘immerwährenden Wasser’. Denn dieser beiden Natur ist eine einzige, zwischen ihnen ist, wenn sie gemischt werden, eine Verwandtschaft, ohne die sie sich nicht so schnell mischen und einander festhalten würden, um Eins zu werden.

 

Sprach die Versammlung: Warum sagen die Neider: Nehmet das Kupfer, das wir zu Silber gemacht und geröstet haben, bis es zu Gold geworden ist?

 

Dictum 29

Sagte Diamedis: Du hast schon neidlos gesagt, was geschehen muß. Ich werde daher sprechen, deine Worte bestätigend, aber von der Vielnamigkeit der Elemente absehend, welche die Weisen beseitigen wollten, da dieses ‘Verfahren’ (Verhalten) bei ihnen höchst wertvoll ist. Wisset, alle Erforscher dieser Lehre, daß nichts aus dem Menschen kommt außer ein Mensch, noch aus den Vierfüßlern außer etwas ihnen Ähnliches, noch aus den Vögeln außer etwas ihnen Ähnliches. Achtet daher auf diesen meinen kurzgefaßten Traktat, da ich euch fern von Weitschweifigkeit zur Wahrheit geführt habe. Denn die Natur wird durch die Natur nicht verbessert außer durch die eigene Natur, wie auch du nicht verbessert wirst außer durch deinen Sohn, der Mensch nämlich durch den Menschen. Hütet euch also, meine Vorschriften zu vernachlässigen und bedient euch der verehrungswürdigen Natur; denn aus ihr kommt die Kunst, nicht aus etwas anderem. Und wisset, wenn ihr sie nicht nehmt und behandelt, so werdet ihr nichts haben. Vermählet also das Männliche, den Sohn des roten Sklaven, mit seiner geruchtragenden Gattin, worauf sie gemeinsam (das Werk der) Kunst erzeugen, und setzet ihnen nicht Fremdes zu, weder ein Pulver, noch irgendeine (andere) Sache. Das genüge euch also, denn die Empfängnis ist nahe, der Sohn aber ist näher als sie. Wie höchst kostbar ist die Natur jenes roten Sklaven, ohne den das Verfahren nicht bestehen kann!

 

Sprach Bacsem (Paxamos): Dieses Verfahren, Diomedes, hast du rückhaltlos offen gelegt.

 

Antwortete er: Ich will (es) noch mehr beleuchten! Wehe euch, fürchtet ihr nicht, daß euch Gott diese Kunst wegnimmt, wenn ihr neidisch auf eure Brüder seid?

 

Antworteten sie: Wir weichen nur den Unverständigen aus. Sage also, was du willst!

 

Und jener: Führet den ‘Zitronengelben’ mit seiner ‘Gattin’ nach der Vermählung in das ‘Bad’, erhitzet aber nicht aufs äußerste, damit sie nicht der Sinne und der Bewegung beraubt werden. Lasset sie das Bad nehmen, bis ihr Körper und ihre Farbe etwas Einziges werden. Gebt ihnen ihren Schweiß zurück und liefert sie nochmals dem Tod aus, verschaffet ihnen Ruhe und hütet euch, sie in die Flucht zu schlagen, indem ihr sie in zu heißem Feuer verbrennt. Verehret den ‘König’ und seine ‘Gattin’, und wollet sie nicht verbrennen, da ihr nicht wißt, wann ihr jene (Dinge) braucht, die den ‘König’ und seine ‘Gattin’ veredeln. Kochet sie daher, bis sie (erst) schwarz, dann weiß, dann rot werden, und dann das ‘färbende Gift’ entsteht. Wenn ihr versteht, Erforscher dieser Wissenschaft, so seid ihr glücklich, wenn aber nicht, so habe ich schon getan, was ich tun soll, und zwar kurz, und wenn ihr unwissend seid, so hat Gott die Wahrheit vor euch verborgen. Wollet also nicht die Weisen tadeln, sondern euch selbst; denn wenn Gott bei euch einen gläubigen Sinn wüßte, dann würde er euch die Wahrheit mitteilen. Siehe, ich habe euch auf den (rechten) Weg geführt und vom falschen abgezogen!

 

Dictum 30

Sagte Bacsem (Paxamos): Du hast wohl geredet, Diamedes, aber ich sehe nicht, daß du den Nachfahren das Verhalten der ‘Chrysokolla’ dargelegt hast. Die Neider nämlich haben über die ‘Chrysokolla’ vielfältig geredet und sie mit jeder Art Namen verdunkelt.

 

Und jener: Sprich also, Bacsem, nach deiner Meinung in diesem. Und ich schwöre bei deinem Vater, daß jenes die Hauptsache dieses Werkes ist, nicht sein Anfang, sondern nach der Vollendung.

 

Sagte Bacsem: Ich gebe also den späteren Erforschern dieser Kunst bekannt, daß die ‘Chrysokolla’ zusammengesetzt ist, und daß sie siebenmal geröstet werden muß, und daß sie, zur Vollendung gelangt, jeden Körper färbt.

 

Die Versammlung aber antwortete: Du hast wahr gesprochen, Bacsem (Paxamos)!

 

Dictum 31

Sprach Pythagoras: Wie scheint euch Bacsem (Paxamos) vorgetragen zu haben, da er versäumt hat, sie mit ihren fingierten Namen zu nennen?

 

Und jene: Nenne du sie, Pythagoras!

 

Und jener: Da die ‘Chrysokolla’ ihre Zusammensetzung ist, haben die Neider sie mit den Namen aller ‘Körper’ bezeichnet, mit denen des Silbers, des Kupfers, des Zinns, des Goldes, des Eisens oder des Bleis, bis sie von jener Farbe sich entfernt und zum Elixir wird.

 

Antwortete die Versammlung: Du hast gut geredet, Pythagoras!

 

Und jener: Wenn ich gut geredet habe, mögen irgendwelche von euch über das Weitere sprechen.

 

Dictum 32

Sagte Bonellus (Apollonios): Alle Dinge sterben und leben gemäß deiner Lehre, Pythagoras, auf den Wink Gottes; diese sind jene Natur, der die ‘Feuchtigkeit’ genommen wird; sie empfängt etwas, wodurch jenes Ding die Nächte hindurch stehengelassen wird, (und) erscheint dann einem Toten ähnlich. Dann aber, ihr Söhne der Lehre, bedarf jenes ‘Ding’ des Feuers, bis der ‘Geist’ jenes ‘Körpers’ umgewandelt und die Nächte hindurch stehengelassen wird, wie der Mensch in seinem Grab, und zu Staub wird. Nachdem dies geschehen ist, wird ihm Gott seine Seele und seinen Geist wiedergeben, und nach Beseitigung der Schwäche wird jenes Ding verstärkt und nach der Zerstörung verbessert, so wie der Mensch nach der Auferstehung stärker und jünger wird, als er in dieser Welt gewesen war. Darum ziemt es euch, Söhne der Lehre, jenes Ding ohne Furcht zu verbrennen, bis es zu ‘Asche’ wird. Und wisset, daß ihr aufs beste gemischt habt, weil jene ‘Asche’ den ‘Geist’ empfängt und mit jener ‘Flüssigkeit’ getränkt wird, bis sie in eine schönere Farbe verwandelt wird, als sie zuvor gewesen war. Beachtet auch, Söhne der Lehre, wie die Maler mit ihren Farben nicht malen können, bis sie diese in Staub verwandelt haben! Ähnlich können auch die Ärzte für ihre Kranken die Arzneien nicht bereiten, bis sie diese in Staub verwandelt haben, wobei die einen gekocht werden, bis sie zu Asche werden, andere aber mit den Händen zerrieben werden. Ähnlich (verfahren) auch jene, die Bildwerke aus Marmor ausführen. Ihr aber, wenn ihr das eben Gesagte versteht, werdet wissen, daß ich durchaus die Wahrheit gesagt habe. Darum habe ich euch geheißen, den Körper zu verbrennen und in ‘Asche’ zu verwandeln. Denn wenn ihr ihn sorgfältig behandelt, so geht vieles aus ihm hervor, wie vom Geringsten jedes Dinges vieles hervorgeht, weil das Kupfer wie der Mensch sowohl Körper wie Geist besitzt. Denn die Einatmung des Menschen besteht aus der Luft, die für ihn, abgesehen von Gott, das Leben ist. Ähnlich atmet das Kupfer eine Feuchtigkeit ein, von der jenes Kupfer Kraft empfangend vervielfacht und vermehrt wird wie die übrigen Dinge. Und darum behaupten die Philosophen, daß das Kupfer, wenn es verbrannt wird und (dies) vielfach wiederholt wird, besser wird, als es gewesen war.

 

Antwortete die Versammlung: Zeige also, Bonellus (Apollonios), den Nachfahren, wie es besser wird, als es gewesen war!

 

Und jener: Sehr gern! Weil es vermehrt und vervielfacht wird, und Gott aus Einem Vieles herauszieht, der nichts erschaffen hat, das der Behandlung und der Anlage entbehrt, durch die es vervollkommnet werden kann. Ähnlich wird ‘unser Kupfer’, wenn es zuvor gekocht wird, zu ‘Wasser’, darauf wird es, je mehr es gekocht wird, um so mehr verdichtet, bis es ein ‘Stein’ wird, den dann die Neider den Stein nennen, ‘der jedes Metall bedrängt’. Nachher wird es gebrochen, getränkt und mit einem stärkeren Feuer als das frühere geröstet, bis es sich färbt und ‘verbranntem Blut’ ähnlich wird; dann wird es dem ‘Silber’ aufgelegt und färbt dies zu Gold, so Gott will. Seht ihr nicht, daß aus dem Blut kein Samen entsteht, wenn es nicht fleißig in der Leber gekocht wird, bis es eine starke Röte besitzt? Und wenn es (nicht) geschieht, so geschieht nichts Neues in jenem Samen. Ähnlich unser Werk; wenn es nicht fleißig gekocht wird, bis es zu Staub, und durch Faulung zu einem geistigen Samen wird, wird aus ihm nicht die Farbe hervorgehen, der ihr nachforscht. Wenn ihr aber zur Grenze dieses Verfahrens gelangt, so werdet ihr nach Erreichung des Gewollten die Fürsten eurer Zeitgenossen sein.

 

Dictum 33

Sprach Vitarus (Pythagoras): Nun habt ihr ja dieses Geheimnis öffentlich bekanntgegeben!

 

Antwortete die Versammlung: So hat der Meister geheißen.

 

Und jener: Doch nicht das Ganze!

 

Und jene: Er hat uns geheißen, es von seiner Dunkelheit zu befreien. Sprich also auch du!

 

Und jener: Ich heiße die Nachfahren das ‘Gold’ nehmen, das sie vermehren und erneuern wollen, und dann das ‘Wasser’ in zwei Teile teilen.

 

Und jene: Unterscheide also, warum sie das ‘Wasser’ teilen (sollen)!

 

Und jener: Es ist erforderlich, daß jene mit dem anderen Teil ‘unser Kupfer’ verbrennen. Denn wenn jenes ‘Kupfer’ in jenes ‘Wasser’ fällt, wird es ‘Hefe des Goldes’ genannt, wenn ihr es richtig behandelt. Denn sie selbst werden zugleich gekocht und verflüssigen sich wie ‘Wasser’, darauf werden sie durch Kochen verfestigt und laufen, und es erscheint die Röte. Dann aber müßt ihr mit dem übrigen ‘Wasser’ siebenmal tränken, bis es das ganze ‘Wasser’ eingesogen hat, und wenn die ganze ‘Flüssigkeit’ getrocknet ist, wird es in ‘trockene Erde’ verwandelt. Dann werde es 40 Tage lang in ein angezündetes Feuer gelegt, bis es fault und seine Farben erscheinen.

 

Dictum 34

Sagte Bacsem (Paxamos): Wegen deiner Aussprüche, Vitarus (Pythagoras), haben die Philosophen gesagt: "Nehmet die königliche Chrysokolla, die dem Rost des Kupfers ähnlich ist, und zerreibet sie mit dem ‘Harn eines Kalbes’, bis die ‘Natur’ der Chrysokolla verwandelt wird, denn die ‘Natur’ ist im Innern der Chrysokolla verborgen".

 

Sagte die Versammlung: Zeige den Nachfahren, welcher Art die ‘Natur’ ist.

 

Und jener: (Sie ist) ein färbender Geist, den (das Kupfer) von dem ‘immerwährenden Wasser’, dem silberartigen und schimmernden, empfangen hat.

 

Und jene: Zeige also, wie es ausgezogen wird!

 

Und jener: Es wird zerrieben, und das ‘Wasser’ siebenmal aufgegossen, bis es die ganze ‘Flüssigkeit’ einsaugt und die dem Feuer bei der Schlacht des Feuers drohende Kraft empfängt; dann wird es Edelrost genannt und fault heftig, bis es ein geistiges Pulver wird, eine Farbe besitzend wie von ‘verbranntem Blut’, die das Feuer siegreich in das widerwillige Innere der ‘Natur’ eingeführt und mit unveränderlicher Farbe gefärbt hat. Diese (Farbe) haben daher die Könige bei ihrem Nachforschen nicht gefunden, jene ausgenommen, denen Gott gnädig war.

 

Die Versammlung aber sprach: Vollende deine Aussprüche, Bacsem (Paxamos)!

 

Und jener: Ich schreibe jenen vor, das Kupfer mit dem ‘weißen Wasser’ zu weißen, mit dem sie es auch rot machen. Und hütet euch, ihm irgend etwas Fremdes einzuführen!

 

Und die Versammlung: Du hast gut gesprochen, und gut hat auch Vitarus (Pythagoras) gesprochen.

 

Und jener: Wenn ich gut gesprochen habe, spreche irgendeiner von euch (weiter darüber).

 

Dictum 35

Zimon (Zenon) aber sprach: Habt ihr einem noch irgend etwas zu sagen übriggelassen?

 

Und die Versammlung: Da die Aussprüche des Vitimerus (Pythagoras) und Bacsem (Paxamos) den Erforschern dieser Kunst zu wenig nützen, so sage, was du weißt, wie wir gesagt haben.

 

Und jener: Ihr redet die Wahrheit, alle Erforscher dieser Kunst; nichts anderes hat euch in Irrtum geführt, als die Aussprüche der Neider, weil das, was ihr suchet, offenkundig um billigsten Preis verkauft wird; hätten die Verkäufer seinen Wert gekannt, und wie viel sie in Händen halten, so würden sie (es) in keiner Weise verkaufen. Darum haben die Philosophen jenes ‘Gift’ geehrt und auf verschiedene und vielfache Weise von ihm gehandelt und es mit allen möglichen Namen benannt; weshalb gewisse Neider gesagt haben: "Es ist ein Stein und ist kein Stein, sondern das ‘Gummi’ der Akazie". Und darum haben die Philosophen die Kraft dieses ‘Giftes’ verheimlicht. Denn dieser ‘Geist’, den ihr suchet, um damit irgend etwas zu färben, ist im ‘Körper’ verborgen und unsichtbar versteckt, wie die Seele im menschlichen Körper. Ihr aber, alle Erforscher dieser Kunst, wenn ihr nicht diesen ‘Körper’ zerstört, tränkt, zerreibt und sorgsam und fleißig behandelt, bis ihr ihn von seiner Dichte befreit und in einen feinen, unfühlbaren Geist verwandelt habt, so arbeitet ihr umsonst! Darum haben die Philosophen gesagt: "Wenn ihr nicht die ‘Körper’ in ‘Nichtkörper’ verwandelt und die ‘Nichtkörper’ in ‘Körper’, so habt ihr die Regel des Verfahrens noch nicht gefunden".

 

Die Versammlung aber sagte: Zeige also den Nachfahren, wie die ‘Körper’ in ‘Nichtkörper’ verwandelt werden!

 

Und jener: Mit ‘Feuer’ und ‘Ethelia’ mögen sie zerrieben werden, bis ein Staub entsteht. Und wisset, daß er nicht entsteht außer durch starke Kochung und durch anhaltende Zerreibung, mittels des Feuers, nicht mit den Händen, (sondern) durch Tränkung und Faulung, und indem man ihn der ‘Sonne’ aussetzt und der ‘Ethelia’. In dieser Kunst haben sie die Menge in die Irre geführt, indem sie sagten, daß seine Natur gemein ist und um billigen Preis verkauft wird. Weiter haben sie gesagt, er sei eine Natur, kostbarer als alle Naturen, weshalb sie die in ihre Bücher Schauenden getäuscht haben. Dennoch aber haben sie die Wahrheit gesagt, wollet also daran nicht zweifeln!

 

Die Versammlung aber antwortete: Aus welchem (Grunde) glaubst du den Aussprüchen der Neider? Zeige also das Verhalten der beiden Naturen!

 

Und jener: Ich zeige euch an, daß die Kunst zweier Naturen bedarf, denn das Kostbare entsteht nicht ohne das Gemeine, noch das Gemeine ohne das Kostbare. Ihr müßt also, Erforscher dieser Kunst, den Aussprüchen des Vitimerus (Pythagoras) folgen, wenn er zu seinen Schülern gesagt hat: "Nichts anderes nützt euch, als das ‘Wasser’ und den ‘Dampf’ aufsteigen zu lassen".

 

Und die Versammlung: Das ganze Werk besteht in der Aufsteigung des ‘Dampfes’ und des ‘Wassers’. Zeige also jenen die Behandlung des ‘Dampfes’!

 

Und jener: Wenn ihr die Naturen von der Wärme des Feuers zu ‘Wasser’ werden und gereinigt seht, und den ganzen ‘Körper der Magnesia’ wie Wasser verflüssigt, dann ist alles zu ‘Dampf’ geworden. In Wahrheit aber hält dann der ‘Dampf’ sein Gleiches fest, weshalb die Neider beides ‘Dampf’ genannt haben, da beides bei der Kochung ähnlich verbunden ist und eines das andere festgehalten hat. Dann aber hat die Natur den Weg zur Flucht nicht gefunden, obwohl ihr die Flucht wesentlich ist; er hat sie dennoch festgehalten, weil er sie nicht fliehen ließ und (sie) keinen Raum zum Fliehen fand, und (so) sind sie nichtflüchtig gemacht worden. Wenn sie daher heimlich in den Körper eindringt, verfestigt sie sich mit ihm, und seine Farbe wird verändert, und sie zieht seine Natur aus durch die Anlagen, welche Gott seinen Auserwählten geschenkt hat, und macht sie zur Sklavin, damit sie nicht fliehen kann. Es erscheint aber Schwärze und Röte, und sie verfällt in Krankheit und stirbt in Rost und Faulung. In Wahrheit hat sie aber dann keine Flucht, weil sie es unterließ, die Knechtschaft zu fliehen. Dann wird sie dennoch frei, ihrem ‘Gatten’ folgend, und bringt wahre Gebete dar, damit ihre Farbe ihr und ihrem Gatten zukomme und daraus die Zierde, wie sie gewesen war; wenn sie aber dem Silber aufgelegt wird, verwandelt sie es in Gold. Diesen ‘Geist’ aber und diese ‘Seele’ haben die Philosophen als ‘Dampf’ bezeichnet; sie haben ihn den feuchten, schwarzen Geist genannt, der ohne Schmutz ist. Und wie im Menschen Feuchtigkeit und Trockenheit ist, so ist unser Werk, das die Neider verheimlicht haben, nichts anderes als ‘Dampf’ und ‘Wasser’.

 

Antwortete die Versammlung: Erläutere den ‘Dampf’ und das ‘Wasser’!

 

Und jener: Ich sage, daß das Werk aus Zweien besteht. Die Neider aber haben dies ‘die beiden Zusammengesetzten’ genannt, weil diese zwei vier werden, in welchen ‘Trockenheit’ und ‘Feuchtigkeit’ ist, ‘Geist’ und ‘Dampf’.

 

Antwortete die Versammlung: Du hast trefflich gesprochen, ledig des Neides; lasset uns also dem Cinon (Zenon) folgen!

 

Dictum 36

Sagte der Philosoph Flontos (Platon): Ich gebe euch bekannt, allen Erforschern dieser Kunst, daß wenn ihr die ‘Dinge’ nicht beim Anfang des Kochens aufsteigen laßt, ohne Zerreibung mit den Händen, bis alles zu ‘Wasser’ wird, so habt ihr das Werk noch nicht gefunden.Und wisset, daß sie die ‘Dinge’ bisweilen ‘Sand’, bisweilen aber ‘Stein’ nennen, was sie alles bei dem Verfahren gefunden haben. Wisset jedoch, daß die Natur und die Feuchtigkeit (erst) ‘Wasser’, dann ‘Stein’ werden wird, wenn ihr sie sich gut verbinden lasset und ihr die Naturen erkennt, weil das, was leicht und geistig ist, nach oben getrieben wird, was aber schwer und dicht ist, unten im Gefäß zurückbleibt. Dies aber ist die Zerreibung (nach Vorschrift) der Philosophen, weil das, was nicht nach oben getrieben wird, nach unten fällt, was aber ein geistiges Pulver wird, im Gefäß nach oben steigt. Dies aber ist die Zerreibung durch Kochung, nicht die der Hände. Und wisset, daß wenn ihr nicht alles in ‘Staub’ verwandelt, ihr es noch nicht zerrieben habt. Kochet daher weiterhin, bis sie zerrieben und zu Staub werden. Darum sagt Agathodaimon: "Kochet das Kupfer, bis es ein feiner unfühlbarer Körper wird, und leget es in sein Gefäß; dann lasset es sechs- oder siebenmal aufsteigen, bis das ‘Wasser’ (wieder) herabsteigt". Und wisset, daß es fleißig zerrieben ist, wenn es ‘Wasser’ wird. Wenn ihr aber fragt, wie das ‘Wasser’ zu ‘Staub’ wird, so ist zu merken, daß der Philosoph auf einen Körper hinweist, der nicht ‘Wasser’ war, bevor er in das Wasser gefallen und mit einem anderen ‘Wasser’ gemischt worden ist, so daß sie ein einziges Wasser geworden sind. Es ist daher zu beachten, daß wenn ihr nicht jedes Beliebige in ‘Wasser’ verwandelt, ihr nicht zum Werk gelangen werdet. Denn es ist notwendig, daß der von der Flamme des Feuers umspülte Körper mit dem ‘Wasser’, in dem er ist, zerstört und geschwächt wird, bis das Ganze zu Wasser wird. Die Unverständigen aber glauben, wenn sie das Wort ‘Wasser’ hören, es sei das Wasser der Wolke. Wenn sie aber die Bücher gelesen hätten, dann wüßten sie, daß es das ‘immerwährende Wasser’ ist, das ohne seinen ‘Körper’, mit dem gelöst worden ist, so daß sie eins geworden sind, nicht ‘immerwährend’ sein kann. Dies aber ist, was die Philosophen ‘Wasser des Goldes’ und ‘feuriges Gift’ und ‘das Gute mit den vielen Namen’ genannt haben, welchen ‘Sand’ Hermes auch viele Male abzuwaschen geheißen hat, damit die Schwärze der ‘Sonne’ zerstört wird, die er in diesen seinen ‘Körper’ einführt. Und wisset, alle Erforscher dieser Kunst, daß wenn ihr nicht diesen reinen ‘Körper’ nehmet, frei vom ‘Geist’, so werdet ihr niemals sehen, was ihr wollt, weil etwas Fremdes dort nicht hineingelangt, außer das Wahre. Lasset also die Vielheit der dunklen Namen, alle Erforscher dieser Kunst, denn die ‘Natur’ ist eine einzige; wer von ihr abirrt, wird der Vernichtung entgegengehen und das Leben verlieren. Diese eine ‘Natur’ also möget ihr benützen, fremdes aber lasset beiseite!

 

Dictum 37

Sprach Bonellus (Apollonios): Ich werde für die Nachfahren ein wenig von der ‘Magnesia’ reden.

 

Antwortete die Versammlung: Rede!

 

Und jener: Alle Söhne der Lehre, wenn ihr die ‘Magnesia’ gemischt habt, so leget sie in ihr Gefäß, dessen Mündung ihr fleißig verschließet, und kochet mit gelindem Feuer, bis sie sich verflüssigt und alles in seinem Gefäß zu ‘Wasser’ wird. Denn wenn die Wärme des Feuers dazu kommt, so wird es durch Gottes Willen zu ‘Wasser’. Wenn ihr aber seht, daß jenem ‘Wasser’ Schwärze droht, so wisset, daß der ‘Körper’ (der Magnesia) schon verflüssigt ist. Indem ihr ihn ebenfalls in sein Gefäß bringt, kochet 40 Tage lang, bis er die Feuchtigkeit sowohl des ‘Essigs’ wie des ‘Hönigs’ einsaugt. Manche aber decken ihn nach Verlauf von beliebigen sieben Nächten einmal auf; oder nach 10 Nächten, in denen das ‘Wasser’ rein zu sein scheint, bis zur Vollendung von 40 Tagen; denn dann wird es die Feuchtigkeit der Abkochung einsaugen. Darum befreit es durch Waschung von der ‘Schwärze’, bis es nach Entfernung der Schwärze ein ‘Stein’ wird, der sich trocken anfühlt. Die Neider haben gesagt: "Waschet die ‘Magnesia’ mit ‘süßem Wasser’ und kochet fleißig, bis sie zu Erde wird und die Feuchtigkeit vergeht. Dann nennet es ‘Kupfer’ und setzet ihm schärfsten ‘Essig’ zu und lasset es ihn einsaugen!". Dies aber ist ‘unser Kupfer’, das die Philosophen mit ‘immerwährendem Wasser’ zu waschen befahlen, weshalb sie sagten: "Es werde das ‘Gift’ in zwei Teile geteilt; mit dem einen davon verbrennet den Körper, mit dem anderen aber bringet ihn zum Faulen!". Und wisset, alle Erforscher dieser Wissenschaft, daß das ganze Werk und Verfahren nur durch das ‘Wasser’ bewirkt wird, indem sie sagen, daß das Ding, was ihr sucht, Eins sei. Und wenn nicht in jenem Ding etwas ist, was es selbst verbessert, wird nicht geschehen, was ihr erstrebt. Ihr müßt ihm also das Notwendige zufügen, um aus ihm das Gewünschte zu erhalten.

 

Antwortete die Versammlung: Du hast vortrefflich gesprochen, Bonellus (Apollonios); wenn es (dir) also gefällt, so führe deine Aussprüche zu Ende, wo nicht, so wiederhole nochmals!

 

Und jener: Sowohl dies wie Ähnliches werde ich wiederholen. All ihr Erforscher dieser Kunst, nehmet ‘unser Kupfer’, setzet es mit dem ersten Teile des Wassers in sein Gefäß und kochet 40 Tage, und reiniget von jeder Unreinigkeit. Kochet, bis seine Tage vollendet sind, und es ein ‘Stein’ wird, der der Feuchtigkeit ermangelt; dann kochet, bis nichts übrigbleibt als der ‘Bodensatz’. Wenn dies geschehen ist, waschet siebenmal mit dem ‘reinen Wasser’; wenn aber das ‘Wasser’ zu Ende ist, lasset es in seinem Gefäß faulen, bis euch das begehrenswerte Vorhaben erscheint. Es haben aber die Neider die Zusammensetzung, wenn sie in Schwärze verwandelt worden ist, ‘schwarzen Vitriol’ genannt, und haben gesagt: "Behandelt ihn mit ‘Essig’ und mit ‘Nitron’!". Was aber zurückblieb, wenn es geweißt worden ist, haben sie ‘weißen Vitriol’ genannt und haben befohlen, daß er mit ‘immerwährendem Wasser’ behandelt wird. Sie haben es aber (endlich auch) ‘roten Vitriol’ genannt, und haben befohlen, daß es mit Kalkand (Kupfervitriol) und Schahira (Eisenvitriol) behandelt werde, bis es rot wird.

 

Antwortete die Versammlung: Zeige den Nachfahren, was sie mit diesen (Namen) angedeutet haben!

 

Und jener: Sie haben das Elixir wegen der Mannigfaltigkeit seiner Farben Vitriol genannt; in das Werk wird aber nicht Vieles eingehen. Jenes (Werk) aber besteht in dem, was ich angedeutet habe: das Schwarze weiß und rot zu machen. Die aufrichtigen Philosophen aber haben keine andere Absicht gehabt, als das ‘Elixir’ zu verflüssigen, zu zerreiben und zu kochen, bis ein ‘Stein’ entsteht, dem Marmor ähnlich in seinem Glanz. Darum haben die Neider weiter gesagt: "Kochet es mit ‘Dampf’, bis es ein schimmernder Stein wird, der Glanz besitzt". Euch aber, die ihr ihn so sehet, wird ein großes Geheimnis zuteil werden. Ihr müßt ihn aber zerreiben und dann siebenmal mit ‘immerwährendem Wasser’ waschen, endlich (nochmals) zerreiben und in seinem ‘Wasser’ verfestigen, bis ihr seine in ihm verborgene Natur auszieht. Darum sagt Maria: "Die Schwefel werden von den Schwefeln festgehalten, die Feuchtigkeit aber von ähnlicher Feuchtigkeit, weil aus dem mit Schwefel vermischten Schwefel das Werk des Silbers entsteht". Ich heiße euch aber, ihn mit ‘Tau und Sonne’ zu behandeln, bis euch das Vorhaben erscheint. Ich zeige euch auch an, daß ‘Weißmachen’ und ‘Rotmachen’ ein Doppeltes ist, von denen das eine im Rost, das andere aber in der Zerreibung und Kochung besteht. Der Zerreibung mit den Händen bedürft ihr aber nicht. Hütet euch jedoch davor, es von den ‘Wässern’ zu trennen, damit nicht die ‘Gifte’ zu euch gelangen und der ‘Körper’ und anderes, was in dem Gefäß ist, zugrunde geht.

 

Dictum 38

Sagte Efistus (?): Du hast trefflich gesprochen, Bonellus (Apollonios): ich werde indessen (auch noch) reden, deine Aussprüche bestätigend.

 

Sagte die Versammlung: Rede, wenn es eine Unterstützung für die Aussprüche des Bonellus (Apollonios) ist, und damit die in diese Darstellung Eingeführten kühner und sicherer werden!

 

Sprach Efistus: Schauet, alle Erforscher dieser Kunst, wie Hermes, das Haupt der Philosophen redet, und wie er es dargelegt hat, als er die ‘Naturen’ mischen wollte: "Nehmet den ‘Stein des Goldes’ und mischet ihn mit der Flüssigkeit, die das ‘immerwährende Wasser’ ist und bringet ihn in sein Gefäß über gelinde Wärme, bis er flüssig wird. Dann lasset (ihn) stehen, bis das ‘Wasser’ trocken wird und sie sich gegenseitig festhalten. Wenn aber das ‘Wasser’ eingesaugt ist, sei das Feuer stärker, als es vorher gewesen war bis es trocknet und zu ‘Erde’ wird. Wenn das aber geschehen ist, so wisset, daß dies der Anfang des Geheimnisses ist". Dies aber tuet viele Male, bis die Teile des ‘Wassers’ verschwinden und seine Farben euch erscheinen.

 

Antwortete die Versammlung: Du hast trefflich geredet, Efistus, wenn auch kurz; rede also (ausführlicher)!

 

Und jener: Ich zeige den Nachfahren an, daß die ‘Weißung’ nur zustande kommt durch Kochung. Darum hat Agathodaimon vom Kochen der ‘Ethelia’, vom Zerreiben und vom Tränken sehr häufig gehandelt. Ich heiße euch also, das ‘Wasser’ nicht auf einmal einzugießen, damit das ‘Elixir’ nicht untergetaucht wird; sondern gießet es nach und nach ein, zerreibet und trocknet, und so tuet viele Male, bis das ‘Wasser’ zu Ende geht. Dies aber haben die Neider gesagt: "Wenn das ‘Wasser’ zu Ende ist, so lasset es, und es wird nach unten gehen". Ihre Absicht aber ist diese: wenn die Flüssigkeit getrocknet und in ‘Staub’ verwandelt ist, lasset sie in ihrem gläsernen Gefäß 40 Tage lang stehen, bis sie die verschiedenen Farben annimmt, die die Philosophen beachrieben haben. Durch diese Weise des Kochens aber bekleiden sich die ‘Körper’ mit ihren ‘Geistern’ und werden geistig, färbend und warm.

 

Antwortete die Versammlung: Du hast lichtvoll und trefflich geredet, Efistus, und bist vom Neid frei geworden. So spreche also irgendeiner von euch, was ihm beliebt! (weiter...)