(Isaak Aschkenasi ben Salomo, Yitzhak Luria), 1534-1572 Isaak Luria war ein jüdischer Kabbalist. Mit 22 begann er sich mit dem Sohar zu beschäftigen und lebte sieben Jahre lang auf einer einsamen Nilinsel. Als Asket hatte er zahlreiche Visionen, in denen er sich mit dem Propheten Elija unterhielt. Er lebte danach in Safed, welches ein Zentrum der Kabbala war.
Mit einem Schülerkreis, zu dem unter anderem Moses Cordovero (1522-1570) und Josef Karo (1488-1575), der Verfasser des Schulchan Aruch, gehörten, vertiefte er seine kabbalistischen Studien. Luria interpretierte die theoretische und praktische Kabbala neu. Man spricht von lurianischer Lichtmystik. Der ARI war der Berühmteste unter den Gründern der neuen Kabbala.
Was als lurianische Kabbala überliefert wurde, hat zum größten Teil der Luria-Schüler Rabbi Vital Calabrese (1543-1620) aufgezeichnet, ebenso die Lebensgeschichte von Luria. Thorwald Dethlefsen verwendete die Lehre Lurias in der von ihm gegründeten Neuen Religiösen Bewegung Kawwana. |